PROJECT VIENNA
Dienstag, Juni 22nd, 2010Mit den drei Siegerprojekten des Ideenwettbewerbs wird eine Ausstellung für den MAK DESIGN SPACE entwickelt, die am 29. Juni 2010 20:00 eröffnet wird.
Mit den drei Siegerprojekten des Ideenwettbewerbs wird eine Ausstellung für den MAK DESIGN SPACE entwickelt, die am 29. Juni 2010 20:00 eröffnet wird.
Brno beginnt als Straße in Wien. Bevor es losgeht, sind wir schon wieder da. Die Grenzen überschreitende Busreise „Architekturlinienbus“ soll mit ihren architektonischen und landschaftlichen Highlights entlang der Brünner Straße dieser Tatsache gar nicht widersprechen. Beginnen wird die Reise bei der Heimat der Busse, nämlich in Wien bei der neuen Autobusgroßgarage Leopoldau vom Architekturbüro fasch&fuchs.
Architekturlinienbus - grenzenloser Fahrplan:
Architekturlinienbusse überschreiten Grenzen. Räumlich wie inhaltlich. Der Bus dient dabei stets als Hilfsmittel, um vom mikroskopischen Detail bis zum urbanistischen Zusammenhang die Orte, Städte und Landschaften zu erfahren. Themen sind die Region, ihr Urbanismus und ihre Entwicklung genauso wie die objekthafte, geschichtsträchtige Architektur. Um dieser Geschichte auf die Spur zu kommen, wird sie gemeinsam mit den ArchitektInnen, NutzerInnen und den Fahrgästen des Architekturlinienbusses als erlebbares Objekt diskutiert. Der Bus verkehrt gleich einer Architekturlinie, mit der Möglichkeit zum Ein- und Aussteigen. Bisherige und zukünftige Fahrten führten bzw. führen ins östliche Nachbarland oder kommen daher. Orientiert sind Architekturlinienbusse in beide Richtungen im Sinne einer gemeinsamen Europaregion, die mittlerweile Grenzen nur mehr am Papier kennt! Dominik Scheuch
Das monströse Bauwerk hat Domenig unmittelbar zur Gegenrede herausgefordert. Als einer der neun Architekten und Büros, die zu dem Wettbewerb für den Bau des Dokumentationszentrums Reichsparteitagsgelände eingeladen waren, hatte er nach der ersten Begegnung mit der NS-Hinterlassenschaft seine Lösung gefunden. “Für mich ist der Ansatz einfach und klar: Ich will diese Macht der Gewalt brechen”, sagt der 64jährige. Aus dieser Grundüberlegung heraus entwickelte der Architekt sein Konzept für das Doku-Zentrum, das eine Fachjury schließlich mit dem ersten Preis bedachte.
Das Kunstmuseum des Erzbistums Köln. 1853 gegründet als Diözesanmuseum Köln, trägt es seit 2004 den Namen “Kolumba”, der den Ort seiner neuen Beheimatung bezeichnet. Der lange vorbereitete Neubau in der Kölner Innenstadt ist seit dem 15.September 2007 geöffnet. Ein Dreiklang von Ort, Sammlung und Architektur. Zweitausend Jahre abendländischer Kultur sind in einem Haus zu erleben. In der Kunst mit Werken der Spätantike bis zur Gegenwart. In der Architektur im Zusammenwirken der Kriegsruine der spätgotischen Kirche St. Kolumba, der Kapelle “Madonna in den Trümmern” (1950), der einzigartigen archäologischen Ausgrabung (1973-1976) und dem Neubau nach dem Entwurf des Schweizers Peter Zumthor.
Noch bis zum 15. September können PlanerInnen und ZiviltechnikerInnen ihre Entwürfe für den Auftritt Österreichs auf der Expo Shanghai (01.05. bis 31.10.2010) einreichen. Die Ausschreibung der Generalplanung ist der letzte Teil eines zweistufigen Prozesses, der mit einem Ideenwettbewerb begann. In der zweiten Phase sollen die Entwürfe die entstandenen Ideen baulich-konstruktiv umsetzen.
Die Ausschreibung richtet sich an ZiviltechnikerInnen, die Befugnisse für zumindest folgende Planungsleistungen nachweisen können: Planung Hochbau, Statik, Planung HKLS und Planung Elektrotechnik. Eine hochkarätige Bewertungskommission wählt fünf BewerberInnen aus, die für die Ausarbeitung ihrer Entwürfe je € 15.000,- Vergütung bekommen. Aus diesen fünf FinalistInnen kürt die Kommission ein Büro für den ersten Preis bzw. für die Generalplanung.
Die Bewertungskommission setzt sich aus Mitgliedern verschiedener Bereiche zusammen, unter anderem für Architektur aus Will Alsop (SMC Alsop), Bettina Götz (ARTEC Architekten), Johannes Kaufmann (Johannes Kaufmann Architektur), Christian Knechtl (Knechtl Studio) und Dietmar Steiner (Az W).
Anmeldung und Ausschreibungsunterlagen
Interessierte können sich formlos unter folgender Adresse anmelden und erhalten danach die gesamten Ausschreibungsunterlagen:
Estermann Pock Rechtsanwälte GmbH
E-Mail: office@estermann-pock.at
Tel.: +43 1 532 31 51
Abgabetermin für die Einreichung der Ausschreibung
15. September 2008, 12:00 Uhr
Weiterführende Information
www.expoaustria.at
http://en.expo2010china.com
eine grenzüberschreitende busreise von wien nach bratislava und retour. konzept und führung dominik scheuch / yesdesign [link]

weikendorf. wo zum geier liegt weikendorf ? jetzt weiß ich es. irgendwo zwischen der “sommerszene gänserndorf” und “hotela kyjev” in bratislava. das land, die region sind zwar thema der architektureise, was aber zu beginn zählt ist die durchquerung einer linie und die architektur. “der bus”, sagt organisator dominik scheuch, seinerseits landschaftsarchitekt, urbanist und zwillingsstadtdenker “kommt am schluss”. deshalb wird die tour auch zu fuß über die “aristides de sousa mendes promenade” begonnen.

aristides de sousa mendes promenade, A-1220 wien
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1 dipl.-ing. xaver marschalek vom atelier albert wimmer erklärt [link]
2 transparente stahl-glas-konstruktion
3 “reiseleiter” dominik scheuch
weiter geht es unter dem neugestalteten eingangsbereich des konferenzzentrums hindurch zur einstiegstelle auf level -10 meter.

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1 architekt christian knechtel [link]
2 die farbe der konstruktion assoziiert “doka”-platten
3 wabenstruktur aus holzleimbindern
4 level -10m

weiter geht es zu einer der ersten mehrgeschossigen wohnhausanlage in holzbauweise - die WHA am mühlweg - von hermann und johannes kaufmann. möglich wurde dies durch die novelle der wiener bauordnung im jahr 2001. nun sind nicht nur eingeschossige gebäude und objekte der bauklasse I in holzbauweise möglich, sondern mit der regel 4+1 können auf ein massives erdgeschoss bis zu 4 stockwerke in holz errichtet werden.
voralberger “know-how” im geförderten wiener wohnbau
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1_unbehandelte lärchenfassade
2_nun war mein architektonisches wissen gefragt
3_alle details werden genau unter die lupe genommen
4_geschossweise brandschutzschoten
wie man durch wenige, intelligente eingriffe aus einer brach liegenden “wiesn” ein pulsierendes festivalgelände machen, kann schilderte uns florian sammer vom büro sammerstreeruwitz [link] anhand der “sommerszene gänserndorf”.

1_eine tribüne für konzerte…
2_…kioske für das leibliche wohl…
3_…und bald wird das holzgerüst komplett begrünt sein.
die nächste haltestelle des architekturlinienbuses befand sich in weikendorf. dort hat der künstler michael kienzer den wettbewerb für die umgestaltung des ehemaligen feuerwehrhauses zu einem sozialen zentrum - den “kunstraum weikendorf” - gewonnen.
1_ehemaliges zeughaus in weikendorf
2_durch die große scheibe sind die exponate jederzeit zu besichtigen
3_vorpremiere der installation von bruno gironcoli
weder der hase, der uns wagemutig vom weg abbringen wollte, noch überbreite traktoren auf 3 m breiten landstraßen, konnten uns davon abbringen unsere nächste station, das “hotela kyjev” in bratislava ,zu erreichen. dort verspeisten wir in gediegenem “ost-kitsch”-flair unter berieselung von klaviermusik unser mittagessen.

zwei “wahrzeichen” von bratislava: “novy most” (neue brücke) mit dem ufo und die burg
als folge des rasante wirtschaftswachstums der region sind einige neue wohnbauprojekte entstanden. die meisten durch internationalen investoren finanziert. man gibt sich weltoffen und erfolgreich. der standard ist sehr gehoben und nicht für alle slowaken leistbar.
ein beispiel dafür ist das “octopus habitat” von grido architekti [link]

alle fenster haben eine parapethöhe von ca. 50 cm. die restlichen für eine ausreichende absturzsicherung von 1 m erforderlichen 50 cm, werden über eine glasscheibe in der fassadenebene erreicht. dadurch wird ein gleichmäßiger abstand zwischen den fensterbändern erreicht und es ergibt sich ein sehr homogenes fassadenbild.
1_viel natur auf der begrünten garage
2_terrassen am dach
3_große öffnungen in den baukörpern
4_künstliches licht im inneren
5_ansicht vom architekten
wohnkomplex “rozadol”, von peter moravčík und juraj sujan
1_wohnturm mit pool am dach
2_sushi lokal gestaltung von architekti Dzurilla, Jurkovič, Kordík, Žitňanský [link]
3_ein glas sake 320 kronen = 10 €
matus vallo und oliver sadovsky [link] haben noch als studenten den wettbewerb für die bebauung eines weinberges im umland der stadt gewonnen. sie errichteten dort 21 reihenhäuser auf drei ebenen.
1_garagen als abgrenzung zu zukünftiger bebauung
2_matus vallo und oliver sadovsky
3_4_interior design
wohnhausanlage “riverside”, von peter moravčík und juraj sujan
1_abtreppung zur donau
2_großzügige freiflächen
nach ein paar schwierigkeiten den richtigen weg heraus aus bratislava zu finden, kamen wir mit einer halben stunde verspätung in der ehemaligen tabakfabrik in hainburg an. dort hat reinhard gallister [link] ein gläsernes objekt in stromlinienform “angedockt” und somit das gesamte zweite geschoss in eine “kulturfabirk” verwandelt.

1_ein fabrikgebäude mit schlossähnlichem charakter
2_aufzug zum café
3_architekt gallister
4_sonnenuntergang über der donau
in die kulturfabrik sind ein veranstaltungsaal und ein raum für wechselausstellungen integriert worden. über eine glasscheibe im boden können wissenschaftler bei ihrer arbeit beobachtet werden.
ausstellungsgestaltung von bwm-architekten
da wir uns von dem herrlichen ausblick über die donauauen nicht trennen konnten kam der architekturlinienbus mit etwas verspätung um 22:00 uhr am endpunkt und somit wieder am anfangspunkt der reise beim “vienna international center” in wien an.
“der weg ist das ziel” klingt schon etwas abgedroschen, die architektur die man aber entlang einer linie, die zwei punkte verbindet, erleben kann ist spannend und abwechslungsreich. verändert man den start- und endpunkt, ergeben sich beliebig viele neue linien die es zu erforschen gilt. in diesem sinne hoffen alle beteiligten auf eine baldige wiederkehr des architekturlinienbuses und sind schon auf den neuen fahrplan gespannt.
Die Aussenhaut des 142m hohen Torre Agbar ist bis zum 26.Stockwerk als perforierte Betonschale mit ausgestanzten Fenster konstruiert. Darüber ist eine Lichtkuppel aus Stahl und Glas gespannt. Als Inspiration für die Gebaudeform gibt der Architekt die turmhaften Felsen des Montserrat, dem schroffen katalanischen Wahrzeichen, an.
www.jeannouvel.com
Folgt ihr dem grünen Fluss und plötzlich stosst ihr Euch an dem Herz des Kulturlebens von Bruegge an!!!