Kategorie: offener, einphasiger Ideen- und Realisierungswettbewerb Ort: Prenzlau, Deutschland Kooperation: DI D. Scheuch - YESDESIGN Landscapes Arch. DI G. Wöhrer - Architekturbüro Wöhrer Auszeichnung: Finalist


VERLINKUNG SEE UND STADT
Die Neustadt ist ein den Stadtmauern vorgelagerter Zwischenraum mit großem Potential. Die Lage vor so mächtigen Ankerpunkten wie der Kirche St.Marien oder dem Mitteltorturm fordert nach einem neuen Link, der wie ein Gelenk gleichzeitig See und Stadt sowie Stadt und Vorstadt verbindet. Am Schnittpunkt der Verschwenkung der städtebaulich wirksamen Achsen liegt das Seestadthaus als Landmark und Kennzeichen für die PrenzlauerInnen und Gäste im neuen Stadtteil zwischen Stadt und See.

NEUE MITTE SEESTADT
Das Seestadthaus dient als Kristallisations- und Ankerpunkt für den neuen, freiraumorientiert entwickelbaren Stadtteil "Seestadt Prenzlau". An dieser Stelle generiert sich ein Stadtraum im Übergang vom See zur Stadt und umgekehrt. Die Gestaltung der Seestadt basiert auf dem Zusammenspiel zwischen Integration in das Umfeld und der Schaffung einer eigenständigen, lebensfähigen Stadteinheit. So ist es selbstverständlich, die städtebauliche Struktur zum See und der Seelandschaft zu orientieren und gleichzeitig eine neue MItte mit eigener, interner Promenade und Erschließung zu schaffen. Für einen lebenswerten Stadtteil für Jung und Alt. 
SEELUFT ATMEN
Für eine freiraumorientierte Stadtentwicklung ist die Landschaft die urbanistische Planungsgrundlage. Als Struktur- und Leitelement bildet sie das richtige Image für eine Seestadt. Die direkte Nähe zum See erlaubt es, v.a. in der Sprache der für den See typischen Stegkonstruktionen und der Vegetation, die Seebrise bis an die Straße zu bringen. Quert man die Seestadt, trifft man immer wieder auf die charakteristischen Stege, die den Gesamtraum nicht nur durchwegen sondern auch räumlich rhythmisieren und akzentuieren.

EINE SEESTADT BAUEN
Die Seestadt beginnt schon in der Wohnung. Die Wohneinheiten orientieren sich auf beide Seiten, zum See und der Stadt. Die Stellung der Gebäude und der Zuschnitt der Dachform verstärken die Qualitäten des Wohnens in der Seestadt. Flexible und veränderbare Gebäudeformen erlauben eine verschiedenartige Programmierung des Stadtteils. Die Tradition der mitwachsenden und weiterwachsenden Stadt führt im Bereich der Fischerstraße und dem Mitteltorturm zu einer straßenorientierten Bebauung. Hier wird Stadt weitergebaut und intime Höfe für das Sonnenbad nach einem ausgiebigen Spaziergang am See geschaffen.
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